Meine Geschichte und mein Herzblut
Ich bin Christina. Obwohl das nur ein Name ist – "Sein" ist etwas, das wir alle auf unsere Weise leben. Unsere inneren Stimmen, Gefühle, Regungen fließen durch den Körper – dieses wunderbare, hochintelligente System, in dem wir leben und erfahren dürfen. Es arbeitet täglich auf Hochtouren, oft unbemerkt, aber in seiner Komplexität absolut faszinierend. Mal dringt mehr nach außen, mal weniger.
Ich habe spät Soziale Arbeit studiert und arbeite seither im psychiatrischen Kontext – in den letzten Jahren vor allem im stationären, klinischen Setting. Dort bin ich vielen Menschen begegnet: in Krisen, in Momenten der Neuorientierung, im Ringen mit Gedanken und Gefühlen. Ich durfte begleiten, mittragen, unterstützen – auf dem Weg zu mehr Bewusstsein, innerer Ordnung, Mut für neue Wege. In all dem Leid liegt oft eine große Schönheit: Im Wiederaufstehen, im Für-sich-Gehen, im Sich-selbst-Neuentdecken, immer wieder. Genau das berührt mich zutiefst – und ist mein Herzblut.
Ich habe sowohl Erfahrungen im Kinder- und Jugendbereich, aber auch mit Erwachsenen, welche sich in einer vorübergehenden psychisch herausfordernden Situation befinden. Sehr geprägt hat mit u.a. auch die spezifische Arbeit mit der Thematik der Essstörungen (keine eigene Erfahrung, aber mehrjährige Berufserfahrung).
Durch meine eigene Geschichte, intensive innere Arbeit, somatische Traumatherapie, Körperarbeit und den Weg zurück zur (Selbst)Liebe, innerer Ruhe und Regulation (ein Prozess, der immer weitergeht - und nein wir sind nicht plötzlich einfach immer ruhig, aber wissen mehr wie regulieren.), bin ich heute bereit, diese Erfahrung zu teilen. Ich möchte Menschen auf ihrem Weg unterstützen, begleiten, da sein.
Gesprächstherapie ist schon sehr wertvoll und wegweisend – doch aus meiner Sicht, darf der Körper bei deinem Regenerationsprozess nicht fehlen. Für mich ist es essenziell, das Spüren, das Fühlen, das Wahrnehmen über den Körper mit einzubeziehen. Denn dort liegt oft der Zugang zur Tiefe, zu deinem wirklichen Selbst - fachlich oder rational: zu deinem neurobiologischen Sicherheitsnetzwerk (Gehirn, autonomes Nervensystem).
Verbindung von Gespräch und Körperarbeit ist für mich daher enorm kraftvoll, stimmig, lösend – und oft richtungsweisend. Die Effekte oft rasch spürbar. Jedoch Achtung - es ist wie in abstrakter Muskel, der regelmässig trainiert werden muss.
In meine Arbeit fließt auch meine Erfahrung aus über sechs Jahren als Yogalehrerin ein – mit einem besonderen Fokus auf das Feine, das Subtile, das Spürbare. Yoga ist für mich keine bloße Bewegungspraxis, sondern ein Raum der Begegnung – mit sich selbst. Auch hier lernt der Körper auf der Matte schon viel durch die starke Wirkung von Yoga auf das autonome Nervensystem und schlussendlich auf die zentralnervöse Bewertung.
Ich unterstütze dich gerne dabei, deinen eigenen Weg zu finden, mehr in die Richtung zu spüren und handeln, wo es dir gut tut und ergeht – mit Herz, Tiefe und Präsenz.
Mein Yoga kann ein erster Schritt in Richtung Körperarbeit sein. Darüber hinaus findest du weitere Tools hier, falls du tiefer gehen möchtest.
Ich freue mich!
“Lasse dem Körper Raum und Zeit.
Lade ihn mit ein -in dein Leben und dein Sein.”
Meine Haltung bezüglich Körper und Geist
Der Körper speichert Emotionen und Erlebnisse, tief in den Zellen, in Muskeln und Faszien und spricht damit eine eigene Sprache mit uns, welche wir wieder verstehen lernen dürfen.
Bei mir findest du nicht viel Schnick-Schnack oder "esoterische", abgehobene Praktiken, die keinen Boden haben. Im Gegenteil, der Boden, das Grobstoffliche (u.a. unser Körper), der Körper an sich und seine Grenzen, sind in meiner Arbeit zentrale Komponenten. Die Körperarbeit - wie ich sie verstehe und verbinde mit den anderen Ebenen - ist sehr simpel. Es geht darum, lediglich wieder die feinen Impulse wahrzunehmen, welche der Körper schickt. Aber die Umsetzung ist schwierig, da wir oftmals zu "schneller und besser" konditioniert werden und wurden und daher dadurch den Körper und seine Zeichen ler(t)nen zu übergehen.
Ich war in den Anfängen meiner Yogapraxis und Teachertraining zuerst stark in die Spiritualität abgetaucht, konnte viel Wertvolles mitnehmen - habe jedoch meine Grenzen darin spürbar gefunden. Auch gerade über den Körper. Daher verursachen Praktiken ohne Boden, dogmatisches Erfahrungswissen oder fehlender Einbezug des Körper im Jetzt, heute bei mir eher Widerstand. Ein wichtiges Prinzip für mich in der Körperarbeit: Nach der Anziehung und Abstossung arbeiten. Dort hin zu gehen, wo es körperlich "auftut" oder eben zutut. Dann weiss ich, was mein Weg ist. Der Körper ist daher selten ein schlechter Zeichengeber, da er über eine tieferliegende Intelligenz verfügt. Der Körper speichert Emotionen und Erlebnisse, tief in den Zellen, in Muskeln und Faszien und spricht damit eine eigene Sprache mit uns, welche wir wieder verstehen lernen dürfen.
Ich finde Grenzen sind äusserst wichtig. Der Körper mit seiner Hülle stellt für mich an sich eine erste Grenze zur Aussenwelt dar. In vielen spirituellen Philosophien spricht man eher von "Grenzen auflösen" und "Eins werden". Das können wir aus meiner Sicht dann, wenn wir den Körper nicht mehr haben. Bis dahin haben wir den Körper und damit Grenzen und die sind meines Erachtens Essenz eines gesunden Dasein's - mit uns und mit Anderen.
Verständnis von Nervensystem-prägungen und das zentralnervöse Lernen fliessen stark in meine Arbeit mit ein. Was meint dies? Unser Körper und Geist ist so aufgebaut, dass er aus vorgängigen Erlebnissen, Erfahrungen und damit verknüpften Gefühlen lernt. Somit speichert der Körper - über die Bewertung des zentralnervösen Systems und Impulse an den Körper weiterleitend- gewisse Erfahrungen mit gewissen Gefühle ab. Diese Bewertung läuft dann innerlich (in Komplexen Zusammenspiel von Körper und Geist) in ähnlichen Situationen immer wieder an - auch wenn sie fern dem Ursprung liegen (Trennung Eltern Jahre her, aber mein System reagiert in Streitsituationen auf Alarm und Vermeidung). Wenn der Körper zudem in Alarmzustand ist kommt es zu Verspannungen in den Stressmuskeln. Somit sind wir an gewissen Orten mehr verspannt und lagern daher Stress im Körper in Form von Verspannung im Körper ein. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt auf die komplexen Zusammenhänge und eine Sichtweise die Körper und Geist unmöglich abtrennbar macht voneinander. Diese Vorgänge sind hochintelligent funktionierende Mechanismus, die v.a. angelegt sind zu unserem Schutz. Du machst also nichts komisch oder falsch. Es ist alles durchaus logisch.
Das Körper-Geist-System ist ebenso in sich logisch, da das System sich immer wieder Strategien sucht, um mit überfordernden oder unangenehmen Gefühlen umzugehen. Dies passiert ständig nach einem natürlichen Streben nach Sicherheit und Entspannung. Ein hochintelligentes, gut funktionierendes und dynamisches System. Und dein Körper und dein Geist handeln immer "richtig", so wie du es zu dieser Zeit am besten kannst und v.a. brauchst - die beste dir zur Verfügung stehende Strategie für dein Schutz und deine Sicherheit. Damals wie heute. Diese Strategien als Schutzmechanismen bleiben dann aber meist bestehen auch in Situationen, wo sie nicht mehr angezeigt sind und können uns somit im Alltag auch blockieren. Doch hier kann die liebevolle Haltung gegenüber sich selber kultiviert werden, indem wir glauben, dass das Körper-Geist-System Nichts aus unlogischen Gründen macht. Nein, es weiss sich zu helfen, wie du emotional überleben kannst. Wie wunderbar! Und somit können wir - das liegt aber an dir und deinem Wunsch, deinem Leidensdruck oder deiner Sehnsucht, wie sehr du in die Tiefe gehen magst - auch diese erlernten Muster mit sanfter, konsequenter Körperarbeit langsam wieder umlenken zu können, zu Strategien, die dir heute mehr dienen. Die liebevolle Haltung (ich ggü. dir aber auch du ggü. dir) ist ein starker Anker in meiner Arbeit.
Fühlst du, dass dich diese Zeilen ansprechen in Bezug auf deine Prozessen und Themen? Könnte dies ein Weg für dich sein?
Dann lass uns zusammen bei einem (kostenlosen) Erstgespräch besprechen, wohin es für dich gehen darf.
Fachliches und Facts
Psycho-Sozialer Kontext
Bachelor of Science “Soziale Arbeit, BFH Bern 2015 - 2019
Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin in diversen psychiatrischen Kliniken, 2018- heute, u.a.
Psychiatrische Dienste Thun, Sozialberatung Erwachsene
Klinik Wysshölzli, Sucht- und Essstörungen, Erwachsene
Universitäre Psychiatrische Dienste UPD, Bern und Biel Kinder- und Jugendpsychiatrie, u.a. spezifisch im Zentrum für Essstörungen
Körperarbeit
2x 180HR YTTC Hatha/Vinyasa/YinYoga, absolviert in Berlin bei YogaShala, 2019
Ayurveda Frauenheilkunde Weiterbildung bei Rolling Tigers Berlin, 2021
300HR YTTC Hatha Yoga Advanced bei Yogamarket Bern, 2022/2023
120H Thai Yoga Practitioner Training Level 1&2, Portugal bei Katrin Heuser
In Weiterbildung: Trauma informed Yoga “The Language of the body” 60H bei Katrin Heuser, 2026