In einer Welt die uns viel abverlangt….
Wir drehen uns schneller….
Unsere Welt verändert sich in einem noch nie da gewesenen Tempo. Technologie, ständige Erreichbarkeit und die unendliche Verfügbarkeit von Informationen schenken uns viele Möglichkeiten – gleichzeitig fordern sie unser Nervensystem jeden Tag aufs Neue heraus.
Wir sind ständig verbunden, informiert und beschäftigt, doch verlieren wir dabei oft die Verbindung zu unserem eigenen Körper, zu unseren Bedürfnissen und zu dem, was uns wirklich nährt.
Unser Nervensystem bleibt oft im Modus des Organisierens, Leistens und Funktionierens – auch wenn wir eigentlich sicher oder auch wenn Ruhemomente da wären.
Kennst du das auch?
Hyperviglianz.
Überreizung.
Dauerstress.
Körperliche Verspannungen.
Enge-Gefühl.
Wieso fällt es uns so schwer zur Ruhe zu kommen?
Das autonome Nervensystem reguliert im Normalfall zwischen Anspannung und Aktivität (Sympathikus) sowie Entspannung und Ruhe (Parasympathikus). Es steuert hochintelligent unser System und sichert somit unser Überleben. Ständig am Streben nach Sicherheit und Verbundenheit.
Wenn unser Nervensystem über längere Zeit gefordert war - durch Stress, überwältigende Erfahrungen oder Unsicherheit - kann es passieren, dass der Körper weiterhin ständig nach möglichen Gefahren Ausschau hält – selbst in Momenten, in denen wir eigentlich wieder in einen ruhigen Moment kommen könnten.
Es ist als wäre ständig nur noch der aktive Teil unseres autonomen Nervensystems trainiert und der andere Teil, wird zunehmend verdrängt und schwieriger zugänglich.
Wir bleiben innerlich angespannt, wachsam und bereit zu reagieren. Diesen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft nennt man Hypervigilanz.
Ist dieser Zustand einmal da - kann er fast zur Gewohnheit werden und als normal registriert werden. Ruhige Momente fühlen sich dann unsicher an und der Körper sucht wieder nach Aktivität. So drehen wir uns im Kreis.