In einer Welt die uns viel abverlangt….

Nahaufnahme einer Computertastatur in Schwarz-Weiß, Fokus auf die Tasten. Dauerstress, Hyperviglianz, innere Unruhe, zu viel digital, offline sein.

Wir drehen uns schneller und…

Unsere Welt verändert sich in einem noch nie da gewesenen Tempo. Technologie, ständige Erreichbarkeit und die unendliche Verfügbarkeit von Informationen schenken uns viele Möglichkeiten – gleichzeitig fordern sie unser Nervensystem jeden Tag aufs Neue heraus.

Wir sind ständig verbunden, informiert und beschäftigt, doch verlieren wir dabei oft die Verbindung zu unserem eigenen Körper, zu unseren Bedürfnissen und zu dem, was uns wirklich nährt.

Unser Nervensystem bleibt oft im Modus des Organisierens, Leistens und Funktionierens – auch wenn wir eigentlich sicher oder auch wenn Ruhemomente da wären.

Kennst du das auch?

Schwarz-weiß-Fotografie eines Menschen, der den Kopf mit beiden Händen die Haare hält, das Gesicht ist nach unten geneigt, das Haar ist zerzaust, im Hintergrund ein heller Himmel. Dauerstress, Stressabbau.

Wieso fällt es uns so schwer zur Ruhe zu kommen?

Das autonome Nervensystem reguliert im Normalfall zwischen Anspannung und Aktivität (Sympathikus) sowie Entspannung und Ruhe (Parasympathikus). Es steuert hochintelligent unser System und sichert somit unser Überleben. Ständig am Streben nach Sicherheit und Verbundenheit.

Wenn unser Nervensystem über längere Zeit gefordert war - durch Stress, überwältigende Erfahrungen oder Unsicherheit - kann es passieren, dass der Körper weiterhin ständig nach möglichen Gefahren Ausschau hält – selbst in Momenten, in denen wir eigentlich wieder in einen ruhigen Moment kommen könnten.

Es ist als wäre ständig nur noch der aktive Teil unseres autonomen Nervensystems trainiert und der andere Teil, wird zunehmend verdrängt und schwieriger zugänglich.

Wir bleiben innerlich angespannt, wachsam und bereit zu reagieren. Diesen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft nennt man Hypervigilanz.

Ist dieser Zustand einmal da - kann er fast zur Gewohnheit werden und als normal registriert werden. Ruhige Momente fühlen sich dann unsicher an und der Körper sucht wieder nach Aktivität. So drehen wir uns im Kreis.

Dauerstress

Überreizung

Innere Unruhe

Körperliche Verspannungen

Hyperviglianz

Erschöpfung

Was passiert mit mir?

Atme.

Es gibt simple Techniken, deinem System wieder nachhaltig Ruhe zu lernen. Über den Körper.

Mini-Übung zum Ausprobieren.

Im Hier und Jetzt, nimm dir 2 Minuten Zeit dafür.

Reise- und Naturbilder mit Herbstblättern, Karte des Pazifischen Nordwestens, Kompass, und eine Navigationsuhr in der Szene. Orientierung. Somatic Expieriencing.

Orientierung verschaffen.

  1. Setze dich aufrecht auf deinen Stuhl, stelle beide Füsse nebeneinander auf den Boden. Warte einen Moment, bis du die Füsse klar auf dem Boden spürst (die Fusssohle berührt den Untergrund).

  2. Lasse nun deinen Blick schweifen durch den Raum, in dem du gerade bist. Schaue mit viel Ruhe, was gerade deine Aufmerksamkeit anzieht.

  3. Schaue dabei auch mal nach oben und nach hinten. Drehe deine Wirbelsäule dabei in beide Richtungen einmal nach hinten.

  4. Schaue dabei auch mal nach oben und nach unten. In alle Richtungen. Atme, bleib hier.

  5. Nenne 5 Dinge in deinem Raum. Zähle sie dir innerlich mit Namen auf.

  6. Nachspüren. Wie bist du jetzt da?

  7. Bei Bedarf noch 1-2x wiederholen.

Dann ist es Zeit, deine Reise anzutreten.

So ähnliche Übungen begegnen dir im Somatic Yoga oder in den Somatischen Prozessbegleitungen.

Simpel aber nicht immer einfach. Stets adäquat und angepasst auf dein Nervensystem-Zustand, den wir im sicheren Modus bewahren.

Spürst du etwas mehr Weite jetzt?